Donnerstag, 15. Januar 2009

Regierung plädiert für Potzenberg

Liebe Miesbacher und Miesbacherinnen,

Sie haben hoffentlich alle eine friedvolle Weihnachtszeit verbringen können und sind dann gut in das neue Jahr "gerutscht". 

Leider hat das neue Jahr für uns, die Bürgerinitiative zum Schutz der Miesbacher Egartenlandschaft nicht ganz so gut begonnen. Wie vielleicht viele von Ihnen im Merkur vom 10./11. Januar gelesen haben, beurteilt die Regierung von Oberbayern den Standort Potzenberg als unproblematisch für die Aussiedlung des Zuchtverbandes. 

Zunächst möchte ich betonen, daß die Stadt Miesbach dieser Empfehlung, und von nichts anderem sprechen wir hier, folgen kann oder auch nicht. Diese Aussage wurde von einem Fachanwalt für Verwaltungsrecht getroffen und ist somit sicher fundiert und korrekt. Wenn die Stadt Miesbach hier etwas anderes behaupten sollte, ist das falsch. 

Verwunderlich ist jedoch, daß ausgerechnet die Regierung von Oberbayern entgegen allen anderen Trägern öffentlicher Belange eine Bebauung des Potzenberges als "unproblematisch" beurteilt. Haben doch der Bund Naturschutz, der Vogelschutzbund, der Verein zum Schutz der Bergwelt und auch der Bauernverband eine negative Empfehlung abgegeben. Man kann davon ausgehen, daß auch diese Stellungnahmen fachlich fundierte Positionen darstellen.  Auch der Umweltbeirat hat ja seiner Zeit die Bebauung des Potzenberges entschieden (einstimmig) abgelehnt. Da fragt sich doch der Bürger, wie es zu so einer gegenteiligen Einschätzung kommen kann.

Die Aussiedlung des Zuchtverbandes ist unnötig, und es ist nicht einzusehen, warum die Stadt deshalb eines ihrer schönsten Grundstücke verscherbelt. Es wäre schön, wenn die Stadt Miesbach ausnahmsweise einmal einer Empfehlung für den Naturschutz und für den Erhalt unserer Landschaft folgend würde. Denn es sollte mittlerweile auch dem Ignorantesten klar sein, daß Landschaft nicht reproduzierbar ist. 

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