Liebe Miesbacher und Miesbacherinnen,
wie ja mittlerweile bekannt sein dürfte, hat der Umweltausschuß am Montag der Herausnahme der beiden Grundstücke Potzenberg und Straß aus dem Landschaftsschutzgebiet zugestimmt. Folgenden Leserbrief wird die Bürgerinitiative dazu heute an den Merkur senden:
Es ist schon erstaunlich, daß ausgerechnet ein Umweltausschuß, von dem man doch eine gewisse Umweltverantwortung erwarten würde, gegen den Beschluß des Naturschutzbeirates und trotz negativer Empfehlungen der Naturschutzverbände und des Bauernverbandes und gegen geltendes Recht (Alpenkonvention) eine Herausnahme auf “Vorrat” aus dem Landschaftsschutzgebiet zustimmt.
Möglicherweise hat aber hier der Kreistag ja auch ein bisschen in eigener Sache entschieden, schließlich soll ja die Realschule, vorausgesetzt die Konditionen stimmen, auf den dann frei werdenden Grund an der Schlierseer Strasse gebaut werden.
Daß eine Bebauung von Schutzgebieten seit 2002 gegen geltendes Bundesrecht verstößt, wird von den entsprechenden Gremien und der Bürgermeisterin anscheinend nicht ernst genommen.
Erstaunlich war auch die Aussage der Bürgermeisterin gegenüber dem Umweltausschuß, daß die Mehrheit der Miesbacher Züchter für eine Aussiedlung des Zuchtverbandes sei. Dabei ist doch allgemein bekannt, daß die beiden Miesbacher Vertreter im Verbandsausschuß dagegengestimmt haben, aber das hat die Frau Bürgermeister vielleicht vergessen.
Weiters erstaunt auch das Geständnis des Dr. Gasteiger auf die Frage des Ausschusses, ob eine Zusammenlegung der Zuchtverbände wahrscheinlich ist. Er versicherte, daß eine Zusammenlegung der Zuchtverbände (Weilheim, Traunstein oder Pfaffenhofen) aus logistischen Gründen für die Zukunft ausgeschlossen werden kann. War das doch immer das Hauptargument des Herrn Bichl, daß er in Falle einer möglichen Zusammenlegung seinen Zuchtverband schon mal in eine gute Position gebracht haben möchte, und deshalb soviel Platz benötige. Wozu also dann dieser enorme Platzbedarf von 35.000 qm?
Vieles ist in dieser ganzen Diskussion widersprüchlich. Sicher ist nur, daß die Bürgerinitiative weiter gegen die sinnlose Zerstörung der Egartenlandschaft vorgehen wird.

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